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Interview mit Erich Schlarb zur IDJM
( 1. Vorstand der SG Pang/Rosenheim)

 

1.Welche Motivation stand hinter der Bewerbung zur IDJM 2010?

In Rosenheim feiern wir heuer ein Vereinsdoppeljubiläum. Der Rosenheimer SK wurde vor 100 Jahren gegründet und die SG Pang vor 50 Jahren aus der Taufe gehoben. Vor 20 Jahren wurden beide Vereine zusammengeführt.

Dazu wollten wir ein „Ausrufezeichen“ setzen. Unsere erste Idee war die Bewerbung für die Deutsche Vereinsjugendmeisterschaft ( DVM U20). Nachdem wir in der Auswahlphase unterlagen, interessierten wir uns für die Internationale Deutsche Jugendmeisterschaft (IDJM). Nachdem wir den Zuschlag erhalten hatten, nutzten wir die verschiedenen positiven Effekte einer solchen Veranstaltung. Zum einen erhielten mit Marco Baldauf und Maximilian Berchtenbreiter gleich zwei unserer Jungs die Chance auf eine Teilnahme. Zum anderen erhalten wir viele Resonanz auf unsere Bemühungen. Die Presse steht voll auf unserer Seite. Unsere Meisterschaftshomepage zählt täglich viele Klicks. Als Vorstand erhoffe ich mir auch die Aktivierung verschiedener Schachspieler unseres Vereins für das Organisationsteam und für weiterführende Aufgaben mit viel Schwung für die Zukunft.

2.Welche Unterstützer stehen hinter Ihnen?

Frau OB Gabriele Bauer übernahm die Schirmherrschaft. Die Stadt Rosenheim und ihre Sportstiftung haben uns geholfen. Einen wesentlichen Betrag leistete die Sparkasse Rosenheim für das Event. Außerdem gibt es Anzeichen einer Verlängerung des Sponsoringvertrages über dieses Jahr hinaus!

Über die Festschriftinserate wurden Gelder gebündelt und ergeben in Summe einen ansehnlichen Betrag.

Der DSB unterstützt die Meisterschaft mit einem Festbetrag aus dem Leistungssportetat.

3.Welche Rahmenveranstaltungen sind geplant?

Parallel zur IDJM läuft die bayrische Landesgartenschau in Rosenheim. Leider fiel der geplante Besuch dem Regen und einer 107 Züge langen Partie zum Opfer.

Das sogenannte „kleine Oktoberfest“ , das Rosenheimer Herbstfest läuft bereits. Vielleicht ist bei besserem Wetter ein Besuch der „Wies’n“ drin?!

Im Anschluss an die Siegerehrung findet die große Jubiläumsveranstaltung des Rosenheimer Schachs statt. Die Teilnehmer sind dazu herzlich eingeladen.

4.Ein Wort zur internationalen Tradition im Rosenheimer Schach.

Es gab bereits viele Begegnungen mit ausländischen Schachvereinen. Genannt seien Trient, Zalaegerszeg und Maribor. Persönlich genieße ich die Gespräche mit den jungen Teilnehmern aus der Ukraine, Ungarn und Russland während der IDJM sehr.


5.Wie schätzen Sie die Ausrichtung im „Happinger Hof“ ein?

Mit dem renommierten 4 ****-Hotel im Rosenheimer Süden haben wir einen aufgeschlossenen und entgegenkommenden Partner gefunden. Die Spielbedingungen sind sehr gut, es stehen ausreichend Nebenräume zur Verfügung. Die Spieler sind in Einzelzimmern untergebracht. Einzig Martin Krämer und Niclas Huschenbeth proben bereits für die Olympiade und haben freiwillig ein Doppelzimmer bezogen. Die Verpflegung ist optimal. Hauptschiedsrichter ist Christian Krause, der ein ruhiges Amtieren hat.

6.Können Sie den finanziellen Rahmen abstecken!

Die IDJM findet in diesem Jahr als Großmeisterturnier statt. Dies beinhaltet Antrittsgelder für GM, Reisekostenzuschläge und natürlich die Organisationskosten, sowie die Kosten für das Hotel. Der Preisfond beträgt für die Hauptpreise 1000,- €. Jeder Teilnehmer erhält einen Ehrenpreis. Alles in allem reden wir von einem 5-stelligen Betrag.

Es ist viel Arbeit, aber nach meiner Einschätzung lohnt sich der Aufwand. Das Budget konnte gestemmt werden und der positive Verlauf des Turniers macht alle Beteiligten stolz. Immerhin ist es das qualitativ hochwertigste Schachturnier, das je in Rosenheim und Umgebung stattgefunden hat. Der Durchschnitt der Teilnehmer liegt oberhalb von 2450.

7.Wer gewinnt, wem drücken Sie die Daumen?

Andreas Heimann setze ich auf eins, aber die Daumen drücke ich natürlich für eine gutes Abschneiden der Rosenheimer Maximilian und Marco!


Erich Schlarb für die Antworten
und Bernd Vökler Fragen